von Tom Delißen (copyright)
Dasein.
Unbequemer Nebel.
Es dreht sich darum, – wie jetzt zu leben. Das JETZT nun großgeschrieben.
Damit das Darum sich verändert.
Die Prämissen des Seins? Grundlegend fließend!
Bruch.
Abgrund.
Wasserfall.
Evolution.
Der Klang der Dinge!
Urklang in der Stille …
Noch eines von zu vielen Zielen.
Im Spiegel all der Orte, die ersehnt.
Dasein! Tausendfach im Reigen unsrer Erde. Hier und Dort.
Suche nach dem Wissen über die Hingabe ans Leben.
Wieder, erneut. Alles hinter mir.
Doch Bruchstücke des gewollt Gewesenen noch gewahr in meinem Ich. Schmerzhaft.
Eine Trommel will ich bauen. Ton der Überwindung aller Pein.
Klang meines Seins. Daseins.
Die Trommel wird mich halten.
Suchen werde ich.
Die Schatten all der hellen Felsen kunden. Das Lichterspiel der Dämmerung.
Die Insel empfängt mit dumpfer, feuchter Frauenwärme.
Geborgen fühl’ ich mich, mit meinem losen Wesen, den Gedanken in dem Kopfesrund. Allein und doch umsorgt. Umhüllt von günstg’er Freundlichkeit des Universums. Ich kann sie spüren, hier bei mir.
Der Wind trägt mich an Meer, das lächelnd mich begrüßt.
Trunken vom Gleißen all der Universen des Sandes in dem Mondenlicht, dämm’re ich durch Nacht und Traum, atme die Nähe Afrikas, vernehm’ die Löwen tief in meinem Herzen, rieche den herben Duft der Antilopen.
Eine Trommel will ich bauen. Hören lassen nicht zu Lauschendes.
Verstehen machen die Unendlichkeit.
Der grüne Wald der Berge ruft, – ich folge. Hin, in warmes Licht, in die Umarmung des Lebendigen, der Natur, erstanden aus dem Sternenstaub.
Der Baum, der mir den Korpus kündet, klingt süß im schwülen Wald. Ich finde ihn ganz unbewusst. Wie schwebend tanze ich durch weichen Schwamm, das Farnendicht im Wald.
Es gibt sich hin, das Holz, das starre Atmen, lässt Formen in sich prägen, bewusst sich selbst, – es wird der Träger süßen Schalls. Mein Menschentun hinterlässt viel mehr als Ahnung in dem Stamm; er wird, wie Holz nur selten wird, fortan, so er nur möchte, zum Überbringer erdger Klänge, dem zarten Hauch der Ewigkeit.
Doch gibt sich gleichfalls hin mit ganzem Leib und auch der Seele, ein Hase, der nur leise ahnt, dass seine zarte Leibeshülle den Ton zur Huldigung an die Naturgewalten bahnt.
Sein Fell wird mit dem alten Holze zittern, wird vibrieren, diesen Lobgesang zu zelebrieren, allem Leben hier zu sagen: Mutter Erde liebt Euch, ohne Fragen.
Eine Trommel möcht’ ich bauen.