Der Teppich des Sufi

von Karlheinz Lörner (Copyright)

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Omar-Gedicht
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Bin ich auch verloren in der Ferne,

träum ich mir die ferne Heimat nah,

seit ich in die mondbegrenzten Sterne

deines schwarzen Augenpaares sah.

Schirin, hast du deiner Arme sanfte Beuge

fest in Lieb um meinen Hals gelegt,

daß der Blumenteppich unsrer Treue

uns durch sieben Himmel hin nach Shiraz trägt?

Hakim, Liebster, deiner Hände Stärke

Leitet uns aus nordisch dunklen Tagen.

Teppichknüpfer bist du, deine Werke

Sind die Flügel, die uns in die Heimat tragen.

Schirin, wohl bereit ist das Gewebe.

Doch im Lande herrscht das Blutgericht.

Hakim, Liebster, so lang wir auf Erden leben,

sehen wir den Rosengarten unsrer Heimat nicht.

Wenn die Abendröte spielt mit deinem Haar, Schirin,

sind wir dieser grauen kalten Welt entronnen.

Mit dem Willen und der Allmacht Allahs ruf ich ihn.

Flieg, mein Teppich, hin zu goldnen Sonnen.

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