Good bye, Erhardtheus
von Stella Eva Henrich (Copyright)
Bedenke deine Schritte, Staat,
mit Wohlbedacht!
Und fürsorglichem Weitblick.
Und übe dich, dem Menschen gleich,
in maßvollem Handeln.
Musst mir meine Heimat,
doch lassen stehn,
und meine Wohnung,
die du nicht bezahlst,
und meine Mikrowelle,
um deren Energie
du mich beneidest.
Ich kenne nichts Scheußlicheres
Unter der Sonne als dich, Staat.
Ausgeblasen und selbstgerecht
Nährst du dich
Von den Steuergeldern
Deiner Bürger
Weitest den Dschungel der Gesetze
Ins Unermessliche
Mit deinen kümmerlichen
Machtspielchen.
Da ich ein Kind war,
Nicht wusste, wer der Freund
Und wer der Feind,
vertraut ich dir
Schamlos jedoch nutztest du
Ich klagend dir mein Leid sprach
Die kindliche Treue
Und Unbekümmertheit.
Der Staat ist das Problem,
Nie die Lösung.
Sprach einst Erhardtheus
Ein kühner Mann
Und half so wider
Des Titanen Übermut
Dem Volke beim aufrechten Gang.
Good bye der Mann.
Jetzt hilf dir selbst
Und rette sich wer kann
Sprach ich zu mir.
Die Fesseln warf ich über Bord
Mein glühend Herz,
So jung so gut
Schenkte mir Mut
Im Kampf gegen dich
Übermächtiger korrupter Staat.
Ich dich ehren? Wofür?
Du hautest drauf
Als ich am Boden lag
Du grinstest kühn
Als ich in Tränen aufgelöst
Der Kräfte müde ward.
Du wolltest mich vertreiben
Mich das Leben hassen lassen,
Ich, ein Dorn in deinen trüben Augen.
Doch schau, hier bin ich, Staat!
Der Mensch steht im Mittelpunkt
Bei meinem Handeln.
Das unterscheidet mich von dir!
Sieh die Menschen,
wie sie lachen, leiden, weinen,
genießen und sich freuen können.
Und dein nicht achten,
Wie ich.